Zwei Höfe eine Familie
Wer den Biohof Pichler besucht, lernt schnell: Hier steckt mehr dahinter als nur ein einziger Hof. Was den Betrieb so besonders macht, ist das Zusammenspiel zweier landwirtschaftlicher Standorte, die durch die Geschichte und die Ehe von Silvia und Berthold Pichler untrennbar miteinander verbunden sind.
Die Basis für die heutige Vielfalt bilden zwei traditionsreiche Erblinien. Auf der einen Seite steht der Stammbetrieb in Friesach (vlg. Ragelle), den Berthold Pichler als sein elterliches Erbe in die Partnerschaft einbrachte. Auf der anderen Seite liegt der Betrieb in Krasta, den Silvia Pichler (geborene Zwatz) von ihren Eltern übernahm.
Obwohl das Ehepaar seit den 90er Jahren gemeinsam lebt und wirtschaftet, haben sie eine bewusste Entscheidung getroffen: Beide Höfe blieben bis heute eigenständig. Diese Unabhängigkeit wahrt die Geschichte beider Familien und erhält die Identität jedes einzelnen Standortes.
Doch Papier ist geduldig – gelebt wird auf den Feldern eine enge Symbiose. Die Eigenständigkeit der Betriebe hindert die Familie nicht daran, Ressourcen klug zu bündeln.
So teilen sich die Höfe einen modernen Maschinenpark, was nicht nur wirtschaftlich sinnvoll ist, sondern auch nachhaltiges Arbeiten ermöglicht. Ein entscheidender Vorteil für die Qualität der Bio-Erdäpfel liegt zudem im Flächentausch: Um die Fruchtfolge optimal zu gestalten und den Boden nicht einseitig zu belasten, werden Ackerflächen zwischen den Betrieben strategisch getauscht.
Durch dieses Miteinander entstehen Synergien, die einem einzelnen Hof oft verwehrt bleiben. In Friesach wird die Tradition der Rinderhaltung gepflegt, während Krasta sich zum modernen Logistikzentrum entwickelt hat. Zwei eigenständige Betriebe, die durch die Familie Pichler zu einem starken Ganzen verbunden wurden – zum Wohl der Natur und für beste Lebensmittel aus der Region.
